Microgrids für die Stromversorgung auf Puerto Rico

Die Leiterin des Gemeindezentrums in Humacao, Christine Nievas Rodriguez, vor einer SonnenBatterie, die solare Energie für das Microgrid zwischenspeichert. (Foto: Sonnen)
Die Leiterin des Gemeindezentrums in Humacao, Christine Nievas Rodriguez, vor einer SonnenBatterie, die solare Energie für das Microgrid zwischenspeichert. (Foto: Sonnen)
05.12.2017

Der Hurrikan Maria hat auf der US-Insel Puerto Rico viele Menschen von der Stromversorgung abgeschnitten. Sonnen hat dort nun die ersten neun Microgrids mit PV-Anlagen und Speichern installiert. Insgesamt sind mit dem Partner Pura Energia 15 dieser dezentralen Versorgungssysteme geplant.

Als Beispiel nennt Sonnen ein Gemeindezentrum in Humacao: Dort können nach Angaben des Unternehmens täglich 500 Menschen mit Mahlzeiten versorgt werden. Außerdem gebe es dort wieder sauberes Trinkwasser. In Aguadilla wurde eine Schule mit einem Microgrid ausgestattet, das Beleuchtung, Lebensmittelkühlung und Essenszubereitung sichern soll. Und in einem Vorort der Hauptstadt San Juan wird ein öffentliches Waschcenter mit Energie versorgt.

„Große Teile von Puerto Rico werden über Monate hinaus keinen Strom haben. Mit unseren Microgrids möchten wir helfen, sodass die Menschen eigentlich selbstverständliche Tätigkeiten wie kochen oder Wäsche waschen wieder aufnehmen können. Gleichzeitig bietet die Katastrophe die Chance, ein sauberes, bezahlbares und widerstandsfähigeres Energiesystem als bisher aufzubauen“, sagt Christoph Ostermann, CEO von Sonnen.

Das Allgäuer Unternehmen berichtet zudem von einem Treffen mit Gouverneur Ricardo Rosselló sowie anderen Regierungsvertretern. Dabei sei es um den Wiederaufbau des Energiesystems gegangen und darum, eine auf dezentralen und erneuerbaren Energien basierende Infrastruktur aufzubauen. Eine solche Energieversorgung gilt als widerstandsfähiger gegenüber Stürmen und mache unabhängig von teuren Öllieferungen. „Sonnens Vision deckt sich mit dem Bestreben der Regierung von Puerto Rico, eine starke Energieinfrastruktur aufzubauen, die auf erneuerbaren Energien basiert”, sagt Manual Laboy vom puerto-ricanischen Wirtschaftsministerium. „Wir möchten sonnen und seinem Partner Pura Energia für ihre Bemühungen für die Menschen von Puerto Rico danken und wir hoffen, dass dies der Beginn einer langen Partnerschaft sein wird." Trotz der hohen Sonneneinstrahlung und guter Windverhältnisse würden auf Puerto Rice bisher nur 2,4 % der elektrischen Energie aus erneuerbaren Energien gewonnen, berichtet Sonnen.

Ralf Ossenbrink / Sonnen

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