Japan: Unternehmen loten 430-MW-Projekt aus

Inselanlage neu gedacht: Auf den Flächen von Ukujima soll eine Gesamtkapazität von 430 MW entstehen. (Bild: Kyocera Corporation)
Inselanlage neu gedacht: Auf den Flächen von Ukujima soll eine Gesamtkapazität von 430 MW entstehen. (Bild: Kyocera Corporation)
12.06.2014

Die japanische Kyocera Corporation will mit vier weiteren Unternehmen prüfen, ob sich auf der Insel Ukujima in der Nähe von Nagasaki ein riesiges Solarkraftwerk mit 430 MW Leistung betreiben lässt. Ein entsprechender Rahmenvertrag wurde am 12. Juni geschlossen, unterzeichnet haben ihn neben Kyocera die Photovolt Development Partner GmbH, die Kyudenko Corporation, die ORIX Corporation und die Mizuho Bank Ltd. Seit April vergangenen Jahres gab es erste Planungen zu dem Projekt auf Agrarflächen der abgelegenen Insel Ukujima. Die Flächen sollen den Planungen zufolge weiterhin auch landwirtschaftlich nutzbar sein.

Bei einer geschätzten Investitionssumme von 150 Mrd. Yen (etwa 1,09 Mrd. € bei einem Wechselkurs von 138 zu 1) werden nach Angaben der Partner die Bauarbeiten frühestens im April 2015 beginnen. Auf mehrere Standorte verteilt werden etwa 6,3 Mio. Quadratmeter bebaut, das gigantische Modulfeld wird rund 25 Prozent Inselfläche ausmachen. Ukujima gehört zu den Goto-Inseln vor der Stadt Nagasaki.

Die Stromerzeugung sollen ausschließlich polykristalline Hochleistungsmodule von Kyocera übernehmen, bei der anvisierten Gesamtleistung würden nach Unternehmensangaben dafür über 1,7 Mio. Module benötigt. Ein 60 km langes Seekabel soll den Strom auf die Insel Kyushu leiten, abnehmen wird ihn der lokalen Energieversorger Kyushu Electric Power Co. unter den Bedingungen der nationalen Einspeisevergütung. Die umweltschutzgerechte Planung soll in Abstimmung mit den regionalen und lokalen Behörden erfolgen.

Ralf Ossenbrink

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