Industrielle PERC-Zelle erreicht 22 % Effizienz

Am Standort Freiberg in Sachsen präsentierte SolarWorld Ergebnisse der Solarforschung. (Foto: SolarWorld AG)
Am Standort Freiberg in Sachsen präsentierte SolarWorld Ergebnisse der Solarforschung. (Foto: SolarWorld AG)
14.01.2016

Im Forschungs- und Entwicklungszentrum in Freiberg hat die SolarWorld AG Ergebnisse der Solarforschung präsentiert, darunter eine Wirkungsgradverbesserung bei industriellen monokristallinen PERC-Zellen auf 22 %. Die Vorstellung markiert die Halbzeit der vom BMWi geförderten Forschungsprojekte HELENE und LAURA.

Während das Verbundprojekt HELENE sich produktionsnahen Innovationen in der Zelltechnik und im PV-Anlagenbau widmet, geht es bei LAURA um Qualitätsmodule für Photovoltaik-Systeme mit Speicheroption und Energiemanagement. Ein von der SolarWorld AG besonders herausgestelltes Ergebnis ist ein neuer Spitzenwert bei industriell gefertigten Zellen. Das Fraunhofer ISE hat demnach als besten gemessenen Wirkungsgrad den Wert von 22,04 % bestätigt. Im Juli 2015 hatte SolarWorld in diesem Zusammenhang bereits einen Wert von 21,7 % gemeldet.

Die getesteten Solarzellen auf Basis kristalliner p-Typ-Wafer entstehen in einem industriellen Produktionsprozess, während eine Überführung in die Massenfertigung noch aussteht. SolarWorld kündigt aber an, mit diesen Zellen 300-W-Module zu fertigen und ab dem zweiten Halbjahr 2016 im europäischen Markt anzubieten. Die PERC-Technologie wurde beim Bonner Konzern bereits 2012 in die Massenproduktion gebracht.

Ralf Ossenbrink

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