EnBW weiht 50. Bürgersolaranlage ein

Das Programm Solar Bürgeraktiv richtet sich vor allem an kleine Kommunen. Diese stellen eine geeignete Dachfläche zur Verfügung, oft kostenlos. Interessierte Bürger sind gefragt, sich aktiv in die Planung einzubringen. Die EnBW stellt dazu ein »Solarpaket« zur Verfügung, in dem unter anderem Vorlagen für den Dachnutzungsvertrag, Versicherungspolicen und ein Projektleitfaden enthalten sind. Die Vorab-Beratung ist kostenlos. »Wir verstehen das hauptsächlich als Technologieförderung«, beschreibt Produktmanager Heiko Staubitz das Verhältnis der EnBW zur Photovoltaik.

Läuft alles nach Plan, gründen die Bürger dann eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR). Diese nimmt die Beteiligungen der Bürger ein. Meist sind zwischen 10 und 75 Personen mit Einlagen ab 1.000 € beteiligt. Von diesem Geld finanziert die GbR die Anlage. Die Einspeisevergütung zahlt sie an die Anteilseigner aus. Je nach Zeit und Wissensstand der Bürger kann die GbR selbst die Betriebsführung übernehmen oder dies der EnBW als kostenpflichtige Dienstleistung überlassen. Im Übrigen finanziert die EnBW ihr Engagement dadurch, dass sie das Material an die regionalen Handwerker verkauft oder komplett die Ausschreibung und Installation als Generalunternehmer übernimmt. Auf diese Art sind bisher Anlagen mit einer Leistung von etwa 1,25 MWp entstanden.