Danfoss und coneva zeigen in Pilotprojekt Potenzial von Supermärkten auf

Bereits heute ist der Supermarkt aus dem Pilotprojekt auf energieeffizienz optimiert, nun soll er noch mehr von seinem Potenzial entfalten. (Foto: SMA)
Bereits heute ist der Supermarkt aus dem Pilotprojekt auf energieeffizienz optimiert, nun soll er noch mehr von seinem Potenzial entfalten. (Foto: SMA)
21.02.2018

Supermärkte bergen ein großes Potenzial für die Energiewende. In einem Pilotprojekt demonstrieren Danfoss und die SMA-Tochter coneva, dass es im Einzelhandel nicht nur mögliche Prosumer stecken, sondern auch potenzielle Energiespeicher.

Um die Volatilität von Regenerativstrom abzufedern werden Netzdienstleistungen wie etwa die Bereitstellung von Speicherkapazitäten, benötigt. In einem Pilotprojekt in einem Oldenburger aktiv&irma Supermarkt zeigen nun die Danfoss A/S und die coneva GmbH, dass Supermärkte nicht nur selbstproduzierten Strom verbrauchen können um damit den Bedarf an Netzstrom zu reduzieren, sondern auch Speicherleistung zur Verfügung stellen können.

Das interessante Speichervermögen von Supermärkten liegt dabei in dem ungenutzten Potenzial der Kälteanlagen. Jedes Kältesystem verfügt über einen Verdichter, der mit einem kleinen Kraftwerk vergleichbar ist. Um die Lebensmittelsicherheit zu gewährleisten, ist die Leistung des Verdichters für den wärmsten und den kältesten Tag auszulegen. Dies führt zu möglichen ungenutzten Kapazitäten, die als thermischer Speicher genutzt werden können.

Um den schon heute energieeffizienten aktiv&irma Supermarkt im Osnabrücker Stadtteil Kreyenbrück zu einem Supermarkt der Zukunft zu machen, sind verschiedene Maßnahmen geplant. Dazu gehört eine PV-Anlage und ein Speichersystem in enger Kopplung mit dem Kältesystems. Technik von Danfoss und die Energiemanagement-Plattform ennexOS von SMA sollen die bestmögliche Nutzung der Potenziale beim Eigenverbrauch und der Integration ins Energiesystem gewährleisten.

Philipp Kronsbein / SMA