Conergy AG meldet Insolvenz an

Conergy-Werk in  Frankfurt/Oder (Foto: Conergy AG)
Conergy-Werk in Frankfurt/Oder (Foto: Conergy AG)

Wie die Conergy AG mitteilt, wird das Unternehmen heute beim Amtsgericht Hamburg die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragen. Über einen möglichen Einstieg eines strategischen Investors konnte nach Angaben des Unternehmens im Bankenkonsortium kein Konsens erzielt werden.

Conergy verweist darauf, dass es bei Verhandlungen über ein von dem Solarunternehmen selbst entwickeltes Zukunftskonzept von neun der zehn Kreditgeber positive Signale gegeben habe. Eine Verständigung sei dennoch nicht erreicht worden. Aktuell seien zudem die Tochtergesellschaften Mounting Systems und Conergy SolarModule zahlungsunfähig. Der Grund ist laut Conergy AG eine unerwartet ausgebliebene Zahlung aus einem Großprojekt. Der Vorstand um CEO Philip Comberg sieht daher einer Pressemitteilung zufolge derzeit keine positive Fortführungsprognose mehr.

Zuletzt sei Conegy bei Umsatz und Volumen auf einem guten Weg gewesen, so das Unternehmen. Die Aktivitäten im kapitalintensiven Großkraftwerksbau sollten in den wachsenden Photovoltaikmärkten weiter verstärkt werden – die Voraussetzung dafür sei aber ein neues Finanzierungskonzept gewesen. Nun soll ein vorläufiger Insolvenzverwalter Gespräche mit möglichen Investoren und Gläubigern aufnehmen und darüber entscheiden, ob und wie der operative Geschäftsbetrieb des Unternehmens weitergeführt werden kann. Der Vorstand hat dafür seine Unterstützung zugesichert. Die Insolvenz betrifft neben der Conergy AG auch die deutsche Vertriebsgesellschaft Conergy Deutschland GmbH sowie die Produktionstöchter Conergy SolarModule GmbH & Co. KG und Mounting Systems GmbH. Ob es Auswirkungen auf die internationalen Tochterunternehmen gibt, die in den letzten Monaten immer wieder erfolgreiche Projekte gemeldet hatten, sei nicht absehbar.

Ralf Ossenbrink

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