Müller wechselt vom BDEW zu RWE

Hildegard Müller wechselt vom BDEW zu RWE. (Foto: dpa)
Hildegard Müller wechselt vom BDEW zu RWE. (Foto: dpa)
12.01.2016

Hildegard Müller, langjährige Hauptgeschäftsführerin des BDEW, wechselt zu RWE. Zum 1. Mai wird sie dort einen Vorstandsposten übernehmen. Im Zuge der Umstrukturierung des Konzerns könnte ihr die Verantwortung für die RWE-Tochtergesellschaft für erneuerbare Energien, Vertrieb und Netze zufallen, die noch im Laufe dieses Jahres abgespalten werden soll.

Hildegard Müller, die frühere CDU-Staatsministerin in Angela Merkels Kanzleramt, verlässt den Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Sie legt ihr Amt als Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung zu Ende Januar nieder. Zum 1. Mai wechselt sie in den RWE-Konzern, wo sie  im Zuge der anstehenden Umstrukturierungen eine Vorstandsfunktion in einer Konzerngesellschaft übernehmen wird. Über Einzelheiten will RWE zu gegebener Zeit informieren.

„Wir freuen uns, mit Frau Müller eine herausragende Persönlichkeit der deutschen Energiebranche mit ausgewiesener energiewirtschaftlicher Expertise für unser Haus gewonnen zu haben“, sagt Peter Terium, Vorstandsvorsitzender der RWE AG. Auch darüber, dass Müller bestens in die Politik vernetzt ist, dürfte Terium sich freuen. Weiterhin habe sie sich beim BDEW als „starke Führungspersönlichkeit und geschickte Moderatorin unterschiedlicher Interessen erwiesen“.

Auch der Verband lobt ihre Arbeit. „Hildegard Müller hat in den vergangenen sieben Jahren, die für unsere Branche mit gewaltigen Umbrüchen verbunden waren, Herausragendes geleistet. Nach der Verbändefusion hat sie den BDEW neu ausgerichtet und als Spitzenverband der Energie- und Wasserwirtschaft in Deutschland etabliert. Zudem hat sie den Verband klar auf die Umsetzung der Energiewende ausgerichtet und zunehmend auch Mitgliedsunternehmen aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien gewonnen“, sagt BDEW-Präsident Johannes Kempmann.

„Auf meine Bitte hin hat das Präsidium des BDEW beschlossen, dem Vorstand die Aufhebung meines Vertrages für Ende Januar 2016 vorzuschlagen. Nach Jahren intensiver und interessanter Arbeit im Verband freue ich mich darauf, in operativer Unternehmensverantwortung an der Energiewende mitarbeiten zu können“, sagt Müller selbst zu ihrem Wechsel.

Über Müllers Nachfolge im BDEW will der Verband zeitnah entscheiden. Im Gespräch ist laut Handelsblatt Stefan Kapferer. Eine Bestätigung für diese Personalie gibt es allerdings nicht. Kapferer war bis 2014 als beamteter Staatssekretär im Bundeswirtschaftsminister für Energiethemen zuständig. Aktuell ist er stellvertretender Generalsekretärs bei der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).

Katharina Garus

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