Wagner Insolvenz: Belegschaft plant eigenes Angebot

Der Name Wagner & Co soll der Branche erhalten bleiben. Daher ergreift die Belegschaft des Unternehmens nun selbst die Initiative.
Der Name Wagner & Co soll der Branche erhalten bleiben. Daher ergreift die Belegschaft des Unternehmens nun selbst die Initiative.
22.05.2014

In das Insolvenzverfahren des Traditionsunternehmens Wagner & Co Solartechnik kommt Bewegung. Teile der Belegschaft planen selbst aktiv zu werden und dem Insolvenzverwalter ein Angebot für die Übernahme des Unternehmens zu machen. Auch wenn die Initiative noch jung und vieles offen ist, zeichnet sich nach aktuellem Stand ab, dass die Belegschaft ein Genossenschaftsmodell anpeilt. An dieser sollen sich nicht nur Mitarbeiter beteiligen dürfen, sie würden die benötigte Kaufsumme allein wohl auch kaum allein aufbringen können. So sind auch unternehmensfremde Interessenten eingeladen, sich an dem Unternehmen zu beteiligen. Zum Beispiel spricht die Initiative, die sich „Wir wenden weiter“ nennt, gezielt Kunden von Wagner & Co. an, um weitere Unterstützer zu gewinnen.

Der Pressesprecher der Initiative, Christof Geiger, gibt sich optimistisch: „Wir haben hervorragende Produkte, 35 Jahre Erfahrung und ein stabiles Vertriebsnetz. Daher sehen wir gute Chancen für eine erfolgreiche Weiterführung.“ Zudem laufe der Geschäftsbetrieb derzeit in vollem Umfang weiter und Kunden würden wie gewohnt bedient.
Die Aktiven aus der Belegschaft arbeiten derzeit in drei Arbeitsgruppen an ihrem Angebot. Denn neben dem Geld muss dem vorläufigen Insolvenz­verwalter auch ein tragfähiges Geschäftsmodell präsentiert werden. Wie dieses aussehen könnte, ist noch nicht ausgearbeitet, aber es würde natürlich alles auf den Prüfstand gestellt, erklärt Geiger. Ziel ist in jedem Fall sämtliche Arbeitsplätze zu erhalten.

Weiterführende Informationen stellt die Initiative unter www.wir-wenden-weiter.de zur Verfügung.   

Jan Gesthuizen

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