Eigen-Energie-Haus entsteht in Berlin

So soll das Lankwitzer Mehrfamilienhaus nach dem Umbau aussehen. (Foto: degewo/IBUS Architekten und Ingenieure GbR, Berlin)
So soll das Lankwitzer Mehrfamilienhaus nach dem Umbau aussehen. (Foto: degewo / IBUS Architekten und Ingenieure GbR, Berlin)
15.08.2016

Ein Mehrfamilienhaus in Berlin-Lankwitz soll sich zukünftig selbst mit Wärme und Strom versorgen dank Solarhybridmodulen, Wärme- und Stromspeicher, hocheffizienter Lüftung und einer Gebäudedämmung im Passiv-Haus-Standard.

Ein Erdspeicher mit einer Fläche von 700 m² wird die überschüssige Energie speichern, die mittels Wärmepumpen zurück ins Heizsystem des Hauses eingespeist werden kann. Überschüssiger Strom aus den PVT-Modulen wird in einer Redox-Flow-Batterie gelagert.

Der Umbau des achtgeschossigen Wohnhauses begann im Januar 2016 und soll 15 Monate dauern und rund 5 Mio. € kosten. Das Projekt der Firma degewo soll also voraussichtlich im Frühjahr 2017 fertig sein. „Das Projekt Zukunftshaus demonstriert das Potenzial von Bestandsgebäuden, einen Beitrag zur Energiewende und Erreichung der Klimaziele zu leisten“, sagt Oliver Beck, Associate Partner der Drees & Sommer AG, die unter anderem an der Entwicklung eines Raumklima- und Energiekonzeptes beteiligt sind.

Die Idee hinter dem Projekt ist es ein bestehendes Wohngebäude zu einem „Eigen-Energie-Haus“ umzubauen und die gewonnenen Erkenntnisse aus dem Projekt auf den Immobilienbestand von degewo zu übertragen.

Das Projekt resultierte aus dem Ziel des Wohnungsunternehmens degewo, ein bestehendes Wohngebäude zu einem Eigen-Energie-Haus für die Zukunft zu entwickeln und die gewonnenen Erkenntnisse auf den  Immobilienbestand zu übertragen. Zwischen November 2013 und März 2014 fand die Systemplanung statt, die Faktoren berücksichtigt wie Komfort, Wirtschaftlichkeit und Vorgaben an die Bauphysik und an die Heizungs-,  Lüftungs-, Sanitär- und Elektrotechnik.

Drees & Sommer / Tanja Peschel