Consolar bringt Wärmepumpenkollektor SOLINK auf den Markt

SOLINK-PVT-Kollektoren sind Wärme- und Stromquelle für Sole-Wärmepumpen. (Foto: Consolar)
SOLINK-PVT-Kollektoren sind Wärme- und Stromquelle für Sole-Wärmepumpen. (Foto: Consolar)
13.03.2018

Im April startet Consolar die Vermarktung des PVT-Kollektors SOLINK. Der Wärmepumpenkollektor ist eine kombinierte Strom- und Wärmequelle mit Solarzellen, einem solarthermischen Kollektor und einem Hochleistungs-Luftwärmetauscher. Das Produkt erhielt 2017 den Umwelttechnik-Preis des Landes Baden-Württemberg.

Der Markteinführung ging nach Angaben von Consolar eine vierjährige Entwicklungs- und Erprobungsphase in mehreren europäischen Ländern voraus. Der in Kooperation mit einem niederländischen Partner und mit Unterstützung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) entwickelte Kollektor weist eine Reihe von Besonderheiten auf, berichtet das Unternehmen: So ergäben sich gekoppelt mit Sole-Wärmepumpen verschiedener Hersteller oder der solaren Wärmepumpe SOLAERA von Consolar im Vergleich zu luft- und erdgebundenen Wärmepumpen wesentliche Vorteile und neue Anwendungsbereiche.

Auf der Oberseite des neuartigen Kollektors produziert ein 2 m2 XL-Photovoltaikmodul Strom. Thermische Energie für die Wärmepumpe wird über eine 10-fach größere Luftwärmetauscherfläche sowie über die Modul-Abwärme auf der Unterseite gewonnen. SOLINK lässt sich montagefreundlich über ein aus der Solarthermie bewährtes Stecksystem hydraulisch und über gängige Steckverbinder elektrisch verbinden. Nach Berechnungen des Herstellers lasse sich der komplette Wärmebedarf und über das Jahr in den meisten Fällen auch der Strombedarf der Wärmepumpe mit SOLINK decken. Wegen der Kühlung durch den Luftwärmetauscher und durch den Wärmeentzug durch die Wärmepumpe könne SOLINK etwa 7 bis 10 Prozent mehr Strom erzeugen als das gleiche PV-Modul ohne den Wärmetauscher.

Bei SOLINK sind die bei Luft-Wärmepumpen üblichen Ventilatoren und das Außengerät nicht erforderlich. Die Kollektoren sind auf dem Dach montiert, die Wärmepumpe kann im Keller aufgestellt werden. Über die Dach- oder ggf. die Fassadenflächen wird der notwendige Wärmebedarf gedeckt. Consolar verweist auf Berechnungen des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), die bei ähnlichen Investitionskosten eine bessere Wirtschaftlichkeit als mit Erdsonden-Wärmepumpen ergeben hätten.

Das Konzept baut auf einer Kooperation mit einem niederländischen Entwicklungspartner sowie mehrjährigen durch das Bundesumwelt-, und das Bundeswirtschaftsministerium und die Deutsche Bundesstiftung Umwelt geförderten Voruntersuchungen auf. Diese wurden in Zusammenarbeit mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) geleistet. Ende 2016 wurde die zum Patent angemeldete Neuentwicklung als Vorserie realisiert: Feldtest- und Vorserien- Anlagen wurden seit Ende 2016 in Lörrach, Amsterdam, Lüttich, Stuttgart und Freiburg realisiert.

Ralf Ossenbrink / Consolar