Zypries: Mieterstrom kommt noch in dieser Legislaturperiode

Ministerin Zypries kündigt Mieterstrommodell an. (Foto: spdfraktion.de (Susie Knoll / Florian Jänicke)
Ministerin Zypries kündigt Mieterstrommodell an. (Foto: spdfraktion.de (Susie Knoll / Florian Jänicke)
17.02.2017

Auf dem gestrigen Neujahrsempfang des Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) kündigte Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries an, noch in dieser Legislaturperiode ein Mieterstromgesetz zu verabschieden. „Wir wollen, dass die Mieter am Ausbau der Erneuerbaren Energien beteiligt werden.“

Unter dem Applaus von mehr als 1.000 Gästen sagte die Ministerin in Berlin, die Eckpunkte für ein Mieterstrommodell seien in den Koalitionsfraktionen abgestimmt, die Regelung werde noch vor den Wahlen verabschiedet.

In einem zweiten Punkt blieb sie dagegen im Unverbindlichen. In Erwiderung auf den BEE-Präsidenten Fritz Brickwedde, der in seiner Begrüßung die finanzielle Förderung konventioneller Heizungen als widersprüchlich und kontraproduktiv kritisiert hatte, sagte die Ministerin, die Förderung konventioneller Heizungen solle „künftig entfallen“. Sie blieb aber auch nach einem Zuruf aus dem Auditorium, wann das denn sei, bei ihrer Formulierung, ohne sie weiter zu konkretiesieren.
Die alte Parole „Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass“ werde künftig für die Energiewende nicht mehr gelten. Der neue Kompass für Energiepolitik lautet nach Zypries‘ Worten „Efficiency first“, die Nutzung der Erneuerbaren Energien stärken und Sektorenkopplung. Dabei stellte sie klar, dass sich „Efficiency first“ nicht gegen die Erneuerbaren richte – Erneuerbare und Effizienz seien vielmehr die „eineiigen Zwillinge“ der Energiewende.

Volker Buddensiek
 

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