Vernetztes Gebäude versorgt sich selbst

Dr. Michael Dannebom, Geschäftsführer der Wirtschafts­förderung Kreis Unna, Dr. Martin Wiggermann, stellvertretender Landrat, Ulrike Drossel, Bürgermeisterin von Holzwickede, Dr. Frank Voßloh, Geschäftsführer Viessmann Deutschland GmbH, Dr. Joachim Schneider, Bereichsvorstand Technology and Operations bei Innogy SE, und Metin Duman (v. l.), Geschäfts­führer der Gatter3-Gruppe, stellten die Technik in Holzwickede vor.
Dr. Michael Dannebom, Geschäftsführer der Wirtschafts­förderung Kreis Unna, Dr. Martin Wiggermann, stellvertretender Landrat, Ulrike Drossel, Bürgermeisterin von Holzwickede, Dr. Frank Voßloh, Geschäftsführer Viessmann Deutschland GmbH, Dr. Joachim Schneider, Bereichsvorstand Technology and Operations bei Innogy SE, und Metin Duman (v. l.), Geschäfts­führer der Gatter3-Gruppe, stellten die Technik in Holzwickede vor.
22.10.2018

Photovoltaikanlagen auf dem Dach, Batteriespeicher im Keller, E-Ladesäulen vor der Tür: Immer mehr energie­bewusste Unternehmen setzen auf Nachhaltigkeit und grünen Strom. Wer Strom und Wärme erzeugt, kann sie auch direkt am Standort verbrauchen, vermeidet umfangreichen Netzausbau und fördert den Ausbau von erneuerbaren Energien.

Entscheidend dabei ist eine intelligente Steuerung, die die verschiedenen Komponenten miteinander verknüpft. Wie das aussehen kann, zeigt die Gatter3-Gruppe in Holzwickede. In nur wenigen Wochen Bauzeit ist in dem neuen Hauptsitz des Unternehmens eine von der Innogy SE entwickelte integrierte Systemlösung entstanden. Diese stellten Ulrike Drossel, Bürgermeisterin von Holzwickede, Martin Wiggermann, stellvertretender Landrat, Metin Duman, Geschäftsführer der Gatter3-Gruppe, und Dr. Joachim Schneider, Bereichsvorstand Technology and Operations bei innogy SE, Anfang Oktober vor.

„Ressourcenschonende, nachhaltige Energie, die optimal genutzt wird, ist keine Zukunftsvision mehr. Wir erzielen an unserem Standort in Holzwickede bereits heute einen Autarkiegrad bis 100 % und verzeichnen eine Energieeinsparung bis 100 000 kWh im Jahr“, sagte Metin Duman.

Mit der neuen Technologie ist Gatter3 in der Lage, in einem eigenen Stromnetz die selbsterzeugte Energie effizient, flexibel und kostensparend am Betriebsstandort Holzwickede zu nutzen. Eine zentrale Regelungs- und Steuer­einheit verbindet alle Technologien innerhalb des Stromnetzes. Die intelligente Vernetzung ermöglicht es nicht nur, die Energie an Ort und Stelle optimal zu verbrauchen. Sie kann ebenfalls auf Engpässe im Netz oder in einzelnen Leitungen reagieren und regulierend eingreifen.

Die Gatter3-Gruppe verfügt nun über ein breites Spektrum an effizienten Technologien. Dazu gehören:

  • Eine Photovoltaikanlage mit 40 kWp Leistung auf dem Dach des Betriebsgebäudes erzeugt Strom aus Sonnenlicht.
  • Ein Batteriespeicher, um überschüssig produzierte Energie zwischen zu speichern.
  • Sechs Brennstoffzellen erzeugen Strom und Wärme.
  • Wie die Brennstoffzellen nutzt Gatter3 eine Wärmepumpe, um Wärme zu erzeugen.
  • Ob beim Auto oder Fahrrad: Gatter3 setzt auf Elektro­mobilität. Deshalb hat das Unternehmen eine E-Bike-Ladestation sowie vier Ladesäulen aufgestellt, die u. a. mit selbstproduziertem Strom betrieben werden.
  • Smart Poles sind intelligente Straßenleuchten mit verschiedenen Funktionen. Sie spenden in den Abendstunden nicht nur Licht, sondern laden auch E-Autos oder E-Bikes. Gleichzeitig lesen sie Wetterdaten aus.
  • Innogy hat alle Technologien mit einer zentralen Regelungs- und Steuereinheit vernetzt. Über ein integriertes Softwaresystem werden die verschiedenen Geräte intelligent gesteuert. So kann Gatter3 die Energie im eigenen Stromnetz optimal nutzen.

www.innogy.com
www.gatter3-technik.com