Steuerliche Abschreibung: Kein neuer Termin bekannt

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23.02.2015

Letzte Woche wurde bekannt, dass ein wichtiges Bund-Länder-Gespräch zur steuerlichen Abschreibung der energetischen Gebäudesanierung geplatzt war. Dort sollte die Abschreibung eigentlich mehr oder minder final festgezurrt werden. Inzwischen hat sich auch das federführende Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) zu Wort gemeldet.

Wie schon zuvor vermutet bestätigt sich, dass der Termin am 10. Februar deswegen nicht zustande gekommen ist, da die Frage der Gegenfinanzierung noch nicht geklärt sei. Konkret steht dabei unter andrem der Vorschlag im Raum, zur Gegenfinanzierung einen Sockelbetrag beim Handwerkerbonus einzuführen. Handwerksdienstleitungen unter 300 Euro wären dann nicht mehr von der Steuer absetzbar. Hier gibt es allerdings Widerstand, etwa von Handwerkerverbänden oder auch der bayerischen Landesregierung.

Das BMWi äußerte in einer Stellungnahme gegenüber Sonne Wind & Wärme „Zur abschließenden Klärung der Gegenfinanzierung finden weitere Gespräche statt, weshalb der ursprünglich geplante Termin vom 10. Februar 2015 lediglich verschoben wurde.“

Auf welches Datum der Termin verschoben wurde, lässt das BMWi allerdings trotz Nachfrage offen. Man gehe aber davon aus „dass die letzten Punkte zügig geklärt werden.“ Ob damit ein Zeitraum von Tagen, Wochen oder gar Monaten gemeint ist, ist der Stellungnahme leider nicht zu entnehmen.

Kritik an der Verzögerung kommt auch von der deutschen Umwelthilfe (DUH): Die für Hausbesitzer und Investoren wichtigen Maßnahmen weiter hinauszuzögern wäre fatal“, sagt Barbara Metz, Referentin für Energieeffizienz bei der DUH. „Wir brauchen endlich klare und verbindliche Aussagen für die Planungssicherheit im Gebäudebereich.

Jan Gesthuizen