Solarstromspeicher: neue Förderbedingungen seit 1. Februar 2019

12.03.2019

Für netzdienliche Solarstromspeicher an neuen Photovoltaikanlagen erhalten Eigentümer vom Land Baden-Württemberg eine finanzielle Unterstützung. Seit 1. Februar gelten geänderte Förderbedingungen.

Darauf weist das Solar Cluster Baden-Württemberg hin. Neu ist ein Bonus für Speicher an größeren Hausdachanlagen. Im Zuge einer Anschaffung werden künftig auch Ladepunkte für Elektroautos gefördert. Zudem kommen neben Privatpersonen, Kommunen und Unternehmen jetzt auch Landwirte in den Genuss der Förderung. Bereits im Januar sank die Förderhöhe bei Heimspeichern wie vorgesehen um 33 %, bei Gewerbespeichern um 25 %. Wer noch von der Förderung profitieren will, sollte sich beeilen, rät Franz Pöter vom Solar Cluster. Zu Jahresbeginn standen zwar 5 Mio. € zur Verfügung. Die Mittel in dem stark nachgefragten Förderprogramm könnten jedoch schon vor dem offiziellen Programmende am 31. Dezember erschöpft sein. Die Förderung ist auf maximal 30 % der Nettoinvestitionskosten begrenzt.

Die Neuerungen im Einzelnen: Wer sich seit dem 1. Februar einen netzdienlichen Ladepunkt für Elektroautos anschafft, erhält einen Zuschuss von 500 €. Neue Photovoltaikanlagen zwischen 10 und 14 kW installierter Leistung in Verbindung mit einem Speicher werden einmalig mit 400 € zusätzlich gefördert. Ziel ist, den Anteil von größeren Solaranlagen zu erhöhen. Der Zuschuss soll die anteilige EEG-Umlage abfedern, die in diesem Anlagensegment überproportional zu Buche schlägt.

Künftig können auch landwirtschaftliche Betriebe die Unterstützung beantragen. Eine weitere Änderung betrifft das Mindestinstallationsverhältnis: Bislang musste das Leistungsverhältnis von Solaranlage zu Solarspeicher mindestens 1,2:1 betragen, um überhaupt Fördergeld zu erhalten. Das sollte zu große, unwirtschaftliche Speicher verhindern. Diese Förderbedingung wurde nun abgeschwächt: Künftig können die Speicher auch größer sein – die das Verhältnis übersteigende Speicherkapazität wird jedoch nicht gefördert. Auch prognosebasierte Batteriemanagementsysteme sind von Änderungen betroffen: Der Bonus für sie entfällt, da sie künftig ohnehin eine Fördervoraussetzung für kleinere Photovoltaikanlagen mit Speicher sind.

Änderungen zum 1. Januar und 1. Februar

Bereits am 1. Januar ist die Förderhöhe für Speicher in Verbindung mit einer PV-Anlage mit einer installierten Leistung bis zu 30 kW wie geplant von 300 auf 200 €/kWh nutzbarer Batteriekapazität gesunken. Bei einer typischen Hausdach-Photovoltaikanlage mit einer installierten Leistung von 10 kW gibt es nun einen Zuschuss bis zu 1 660 € für die Solarbatterien. Für Speicher an größeren Solaranlagen sinkt der Zuschuss weniger stark, von 400 auf 300 €. Da das Ziel der Förderung mehr und größere Anlagen sind, erhalten die gewerblichen, kommunalen und landwirtschaftlichen Akteure für Speicher an größeren Photo­voltaik-Anlagen grundsätzlich 100 € mehr je Kilowattstunde nutzbarer Batteriekapazität.

www.solarcluster-bw.de