Rekordproduktion von Holzpellets 2018

Pelletfeuerungen in Deutschland
Pelletfeuerungen in Deutschland
26.02.2019

Die Energiewende am Wärmemarkt kommt in Deutschland weiterhin nicht voran, wie der nur moderate Zuwachs an erneuerbarer Energie im Jahr 2018 zeigt. Auch Pelletfeuerungen (Kaminöfen und Zentralheizsysteme) wurden nicht in dem von der Branche erhofften Umfang installiert, berichtet der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband e. V. in seiner Jahresbilanz.

Mit rd. 33 000 Pelletfeuerungen übertraf der Absatz das Vorjahresergebnis nur um knapp 3 %. Nichtsdestoweniger erfährt der Energieträger Holzpellets in Deutschland eine steigende Nachfrage. Mit über 2,4 Mio. t wurden 2018 hierzulande so viele Holzpresslinge wie noch nie hergestellt – und das auf Grundlage eines breiten, heimischen Restholzangebots aus den Sägewerken. Davon wurden 2,13 Mio. t in etwa 460 000 Pelletfeuerungen im Inland verbraucht, der Überschuss exportiert. Trotz wenig geänderter Rahmenbedingungen geht der DEPV für 2019 von einem leichtem Marktwachstum aus.

Produktion und Verbrauch von Holzpellets in Deutschland

Holzpellets passen zu Deutschland. Der größte mitteleuropäische Holzvorrat in den Wäldern und die höchste Sägewerksdichte bietet für die Presslinge eine große Menge an Holzspänen und Hackschnitzeln, die beim Einsägen als sog. Sägeresthölzer anfallen. Im Jahr 2018 wurden auf dieser Basis 2,415 Mio. t Holzpellets produziert. Im Vergleich zum Vorjahr ist das eine Steigerung von 7,3 %. Verwendung finden die Holzpresslinge bundesweit vom Pelletkaminofen über die Heizung im Ein- und Zweifamilienhaus, größeren Wohnungsbau, Gewerbe und kommunalen Bauten, bis hin zur Prozesswärmeerzeugung beispielsweise in der Nahrungsmittelproduktion oder Pharmaindustrie.

Markt für Pelletfeuerungen in Deutschland

Mit rd. 33 200 im Inland abgesetzten Pelletfeuerungen wurde das Vorjahresergebnis um knapp 3 % übertroffen. Zugebaut wurden im Einzelnen 18 000 Pelletkaminöfen, 14 500 Pelletkessel und wasserführende Pelletkaminöfen mit einer Leistung bis 50 kW sowie 725 Kessel/Pellet-KWK-Anlagen größer 50 kW. Insgesamt wurden durch Pelletfeuerungen auf diese Weise im Jahr 2018 bundesweit rd. 10,5 TWh Endenergie zur Verfügung gestellt, was rd. 6 % der erneuerbaren Energien im Wärmesektor bzw. knapp 1 % des gesamten Wärmeverbrauchs in Deutschland ausmachte.

Für das Jahr 2019 rechnet der DEPV mit der Zunahme des Zubaus an Pelletfeuerungen um knapp 1 600 auf 34 800 Anlagen, davon jeweils etwa die Hälfte Pelletkaminöfen.

Stabiler Pelletpreis

Der Preis für Pellets war auch im Jahr 2018 stabil. Im Jahresdurchschnitt zahlten Heizungsbetreiber für eine Tonne Pellets 247,39 €, was 4,95 Ct/kWh entspricht. Das waren 3,15 % mehr als im Vorjahr.

www.depv.de