Partnerschaftsabkommen zur Industrialisierung von Lithium

Prof. Dr. Wolgang Schmutz (l.), CEO der Acisa, und Juan Carlos Montenegro, Chef von YLB, bei der Unterzeichnung des Partnerschaftsabkommens
Prof. Dr. Wolgang Schmutz (l.), CEO der Acisa, und Juan Carlos Montenegro, Chef von YLB, bei der Unterzeichnung des Partnerschaftsabkommens
26.11.2018

Am 5. Oktober haben das bolivianische Staatsunternehmen Yacimientos de Litio Bolivianos (YLB) und die deutsche ACI Systems Alemania GmbH (Acisa) ihre Zusammenarbeit bei der Gewinnung und Industrialisierung von Lithium aus dem Salar de Uyuni offiziell besiegelt. Juan Carlos Montenegro, Chef von YLB, und Prof. Dr. Wolfgang Schmutz, CEO von Acisa, unterzeichneten in La Paz ein entsprechendes Partnerschaftsabkommen.

Die Unterzeichnung des Partnerschaftsabkommens durch YLB und Acisa stellt einen wichtigen Meilenstein in der Realisierung des bolivianisch-deutschen Lithium-Projekts dar. Die bolivianisch-deutsche Energie- und Mobilitätsinitiative hat damit Fahrt aufgenommen. Diese Partnerschaft sichert auch Deutschland Zugriff auf das begehrte Metall. Und das an dem mit rd. 10 Mio. t weltweit größten, bisher bekannten Vorkommen, am Salar de Uyuni in den bolivianischen Anden.

Das Konsortium um Acisa bietet Technologie, Anlagen und Maschinen der neuesten Generation, um in Bolivien mittelfristig eine Wertschöpfungskette von der Gewinnung des Rohstoffes Lithium über die Herstellung von Kathodenmaterial bis zur Produktion von Batteriesystemen als Endprodukt zu realisieren. Neben dem Einsatz moderner Technologien liegt ein wichtiger Aspekt auf der umwelt- und sozialverträglichen Realisierung, beispielsweise durch den Einsatz regenerativ erzeugter Energie. Darüber hinaus wird ein Know-how-Transfer durch die Ausbildung und Qualifizierung bolivianischer Mitarbeiter stattfinden. In Bolivien werden dadurch zwischen 500 und 1.000 direkte und bis zu 10.000 indirekte Arbeitsplätze, u. a. in den Bereichen Transport, Logistik und Services, entstehen. Der Start der Produktion von Lithium als Rohstoff ist für die zweite Jahreshälfte 2021 terminiert und bis Ende 2022 soll eine Produktionskapazität von 35.000 bis 40.000 t Lithiumhydroxid jährlich erreicht werden. Es ist geplant, diese weiter auszubauen.

Die nächsten Schritte

Parallel zur Unterzeichnung des Gründungsprotokolls hat die Scoping-Phase begonnen, in der die Planung überprüft und definiert wird. Dieser Prozess wird voraussichtlich im Dezember 2018 abgeschlossen sein. Bis Ende dieses Jahres soll auch ein öffentlich-privates Joint Venture von YLB und ACISA gegründet werden, an dem das bolivianische Staatsunternehmen mit 51 % die Mehrheit hält. Die Aufgaben der Gesellschaft YLB-ACISA umfassen die genaue Festlegung der Tätigkeitsbereiche sowie die detaillierte Ausarbeitung von Business- und Umweltplänen für die anschließend zu gründenden Projektgesellschaften. Darüber hinaus fällt die Konzeption der technischen und wirtschaftlichen Umsetzung des Projekts in den Tätigkeitsbereich des Joint Ventures.

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