Europäisches Parlament fordert C02-arme Wirtschaft bis 2050

 

Das Europäische Parlament hat für bindende Erneuerbare-Energien-Ziele bis 2030 gestimmt. Die Erkenntnis, dass erneuerbare Energien eine wesentliche Rolle in der Entwicklung eines Energiesystems mit niedrigen Kosten und niedrigen Emissionen spielen, setzt sich immer deutlicher durch. Ein solches Ziel für 2030 festzulegen wird von der EU-Kommissarin für Klimaschutz Connie Hedegaard unterstützt. Der EU-Energie-Kommissar fordert eine endgültige Entscheidung für dieses Ziel bis 2014.

Das Parlament unterstützt in weiten Teilen den von der Kommission entworfenen Fahrplan für den Übergang zu einer emissionsarmen Wirtschaft, der die Rahmenbedingungen festlegt, wie die EU bis 2050 ihre CO2-Emissionen um  80 bis 95% bezüglich des Niveaus von 1990 senken kann. Als Richtwerte wird im Fahrplan eine Verringerung der CO2-Ausstöße um mindestens 40 % bis 2030, um 60 % bis 2040 und um 80 % bis 2050 genannt. Der Europäische Verband für erneuerbare Energien (EREC) hat kürzlich eine 45-%-Reduzierung bis 2030 gefordert.

Die Entschließung bekräftigt den bereits in der Vergangenheit gestarteten Aufruf der Parlamentarier, sich ein höheres Ziel als die bis 2020 geplante 20-prozentige Reduzierung der Emissionen zu setzen. Das aktuelle kurzfristige Ziel sei nicht rentabel und müsse in Anbetracht des Klimawandels höheren Einsparungen unterzogen werden, heißt es in der Entschließung.

Die Abgeordneten erachten das Emissionshandelssystem als das wichtigste Instrument der EU bei der Reduzierung industriebedingter Emissionen. Sie fordern weitere Verbesserungen, um Investitionen in umweltschonende Technologien zu fördern. Schwächen und Fehler im Emissionshandelssystem der EU (ETS) müssten korrigiert werden.