Erweiterung des WEMAG-Batteriespeichers geht in Schwerin ans Netz

Die präqualifizierte Leistung von insgesamt 10 MW wird über einen technischen Verbund aus 53.444 Lithium-Ionen-Akkus in 215 Batterieschränken, 18 Wechselrichtern, neun Transformatoren und einer Mittelspannungsanlage bereitgestellt. (Foto: WEMAG / Stephan Rudolph-Kramer)
Die präqualifizierte Leistung von insgesamt 10 MW wird über einen technischen Verbund aus 53.444 Lithium-Ionen-Akkus in 215 Batterieschränken, 18 Wechselrichtern, neun Transformatoren und einer Mittelspannungsanlage bereitgestellt. (Foto: WEMAG /Stephan Rudolph-Kramer)
14.07.2017

In Schwerin hat WEMAG offiziell sein zweites Batteriespeicherkraftwerk in Betrieb genommen. Unterstützt wurde der Öko-Energieversorger bei der Umsetzung durch Younicos. Europas größter hybrider Lithium-Batterien-Verbund besitzt eine Leistung von 10 MW und einer Kapazität von 15 kWh.

2014 realisierte die Younicos AG im Auftrag der WEMAG AG den ersten kommerziellen Batteriespeicher in Europa. Nun wurde die Leistung auf 10 MW verdoppelt und mit einer Speicherkapazität von 15 kWh besitzt der aktuell größte hybride Lithium-Batterien-Verbund Europas das dreifach der Leistung des ersten Batteriespeicherkraftwerks.

Die 53.444 Lithium-Ionen-Akkus in 215 Batterieschränken, 18 Wechselrichtern, neun Transformatoren und eine Mittelspannungsanlage des WEMAG-Speichers arbeiten dank einer Steuerungssoftware von Younicos bestmöglich zusammen. Auch für mögliche Ausbaureserven sind in der Planung vorgesehen.

Das System hat in erster Linie die Aufgabe, bei schwankender Einspeisung des Stroms aus Erneuerbare-Energien-Anlagen das Stromnetz zu stabilisieren. Darüber hinaus soll der stationäre Großspeicher für den Wiederaufbau des Stromnetzes nach Großstörungen im elektrischen Versorgungsnetz sorgen, so dass Schäden in Millionenhöhe vermieden werden können. Vor diesem Hintergrund soll derzeit ein innovatives Schwarzstartkonzept unter dem Titel „Kickstarter“ zur Marktreife gebracht werden. Es wird von einem Konsortium bestehend aus der Energieversorgung Schwerin GmbH & Co. Erzeugung KG, dem Lehrstuhl für Elektrische Energieversorgung der Universität Rostock, der WEMAG AG und der Younicos AG realisiert sowie von der Förderinitiative „Zukunftsfähige Stromnetze“ des Bundeswirtschaftsministeriums gefördert.

Philipp Kronsbien / Younicos

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