Erneuerbare decken 38 % des Stromverbrauchs

11.12.2018

Die erneuerbaren Energien haben in den ersten drei Quartalen 2018 zusammen 38 % des Bruttostromverbrauchs in Deutschland gedeckt. Das ist ein Anstieg um 3 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Im Januar, April und Mai 2018 erreichten sie aufgrund des außerordentlich starken Winddargebots und der hohen Anzahl an Sonnenstunden sogar bis zu 43 %. Zu diesem Ergebnis kommen das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) in einer ersten Auswertung. Wenn das Winddargebot im vierten Quartal sich wie im Durchschnitt der letzten Jahre gestaltet, könnten die Erneuerbaren auch im Gesamtjahr 2018 knapp 38 % decken.

„Die Erneuerbaren sind ganz klar auf der Überholspur, während der Beitrag der konventionellen Energieträger zur Deckung des Bruttostromverbrauchs kontinuierlich zurückgeht. Allerdings liegt noch ein ganzes Stück Arbeit vor uns, um das Ziel von 65 % Erneuerbaren-Anteil bis 2030 zu erreichen. Es muss daher sichergestellt werden, dass beim weiteren Ausbau kein Fadenriss entsteht: Erstens muss gerade bei Wind onshore dafür gesorgt werden, dass ausreichend Flächen für neue Projekte zur Verfügung stehen. Zweitens müssen endlich die Sonderausschreibungen für Wind onshore und PV gestartet werden. Drittens muss alles dafür getan werden, damit der dringend notwendige Ausbau der Nord-Süd-Leitungen mit Hochdruck vorangetrieben und adäquate Rahmenbedingungen für den Betrieb von Stromspeichern geschaffen werden. Das sind Voraussetzungen, damit der Strom aus Erneuerbaren umfänglich genutzt und die Klimaziele erreicht werden können“, erklärt Stefan Kapferer, Vorsitzender der BDEW-Hauptgeschäftsführung.

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