ENTRANZE forscht für Niedrigstenergiegebäude in Europa

Wärmeaufnahmen der Bremer Innenstadt als 3D-Modell (Foto: dpa).
Wärmeaufnahmen der Bremer Innenstadt als 3D-Modell (Foto: dpa).
05.02.2014

Im Projekt ENTRANZE (Policies to ENforce the TRAnsition to Nearly Zero-Energy buildings in Europe) geht es darum, herauszufinden, wie sich die europäischen Klimaziele am besten in den einzelnen Mitgliedsstaaten umsetzen lassen. Die EU fördert das Projekt, an dem sich zehn Partner aus ganz Europa beteiligen. Die deutschen Projektpartner sind das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) sowie das Öko-Institut.

Allein 40 % der Gesamtenergie wird in Industriestaaten für die Gebäudeheizung und –kühlung verwendet. Darum forschen die zehn europäischen Projektpartner daran, wie sich Niedrigstenergiegebäude und die Gewinnung von Wärme und Kälte aus erneuerbaren Energien am besten umsetzen lassen. Aufgrund der verschiedenen klimatischen Verhältnisse unterscheidet sich das je nach Standort – eine gute Wärmedämmung rechnet sich zum Beispiel in Finnland schneller als in Italien.

Die Forscher bei ENTRANZE analysieren, welche politischen Maßnahmen, Gesetze und Anreize unter welchen Bedingungen besonders gut funktionieren und sich zur Förderung von Niedrigstenergiegebäuden in den verschiedenen Staaten eignen. Zu den politischen Instrumenten, die untersucht werden zählt zum Beispiel die sogenannte Klimaabgabe. Bei dieser müssten Hauseigentümer je nach energetischem Zustand ihres Gebäudes eine in der Höhe gestaffelte Abgabe bezahlen. Darüber könnte man ein Förderprogramm finanzieren, um diejenigen Hauseigentümer zu unterstützen, die ihr Gebäude auf einen vorgegebenen energetischen Mindeststandard modernisieren.

Neben den wissenschaftlichen Publikationen gibt es noch einen aktuellen Podcast und mehrere Tools, mit denen sich zum Beispiel die Auswirkung verschiedener Maßnahmen auf den Bau von Niedrigstenergiehäuser simulieren lässt.

Weitere Informationen zum Projekt gibt es unter www.entranze.eu.

Tanja Peschel