EEG-Umlage sinkt zum zweiten Mal in Folge

Seit 2014 ist die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien um 50 % gestiegen	Quelle: Nordsee One
Seit 2014 ist die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien um 50 % gestiegen Quelle: Nordsee One
22.10.2018

Am 15.Oktober haben die Übertragungsnetzbetreiber die Höhe der EEG-Umlage für das Jahr 2019 bekanntgegeben: Sie beträgt 6,405Ct/kWh, ein Rückgang um 6%. Aktuell liegt die EEG-Umlage bei 6,792Ct/kWh.

Mit der EEG-Umlage wird der Ausbau der erneuerbaren Energien im Strommarkt gefördert. Im letzten Jahr wurde dadurch schon mehr als ein Drittel des deutschen Stromverbrauchs aus nachhaltigen Energiequellen erzeugt. In den letzten fünf Jahren konnte die EEG-Umlage stabilisiert werden. Im Jahr 2014 lag sie nur unwesentlich niedriger bei 6,24 Ct/kWh. Gleichzeitig ist die Strom-erzeugung aus erneuerbaren Energien seitdem um 50 % gestiegen.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier: »Die Reformen der letzten Jahre greifen. Neu installierte erneuerbare Energien brauchen immer weniger Förderung. Dadurch kann die EEG-Umlage zum zweiten Mal hintereinander sinken. Das ist für die Energiewende eine gute Nachricht, weil wir zeigen, dass Ökologie und Ökonomie Hand in Hand gehen können.«

Die Übertragungsnetzbetreiber rechnen 2019 mit einem weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien um knapp 6 GW. Dadurch nimmt die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien um 13 Mrd. kWh oder umgerechnet 2 % des deutschen Stromverbrauchs weiter zu. Die neue Anlagengeneration braucht immer weniger Förderung. Im Jahr 2014 hat z. B. eine große Photovoltaikanlage eine Vergütung von 9,5 Ct/kWh erhalten. Heute sind es weniger als die Hälfte, zuletzt 4,6 Ct/kWh. Laut dem Bundeswirtschaftsministerium zeigt dies, dass die Reformen für einen kosteneffizienteren Ausbau der erneuerbaren Energien erfolgreich waren.

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