Doppelschichtkondensatoren als Energiespeicher

Für eine neue Möglichkeit, „grünen Strom“ zu speichern, erhält der Energieforscher Volker Presser den mit 10.000 Euro dotierten „Bayer Early Excellence in Science Award 2012“ in der Kategorie „Materialien“ von dem INM-Leibniz Institut. Presser entdeckte, dass man die Leistung von Doppelschichtkondensatoren weiter verbessern kann, indem man hochporöse Kohlenstoffe und Metalloxide als Nanopartikel einsetzt.

Doppelschichtkondensatoren kann man sich wie eine effizientere Batterie vorstellen, die positiv und negativ geladene Ionen in zwei durch einen Separator getrennten Kammern speichert. Der Elektrolyt ist bei Doppelschichtkondensatoren im Gegensatz zu vielen Batterien eine Flüssigkeit. Die Ladungsspeicherung erfolgt bei den auch als Supercaps bezeichneten Systemen nicht durch eine Redoxreaktion elektrochemisch reaktiver Substanzen, sondern durch die Wanderung geladener Teilchen von und zu Elektroden mit hoher Oberfläche.

Presser will laut eigener Aussage eine höhere Energiedichte erzielen, ohne die Langlebigkeit des Doppelschichtkondensators zu beeinflussen, denn „je mehr positive und negative Ladungen sich anhäufen und je schneller die Ladungen wandern können, umso größer ist die Speicherkapazität und die Leistung von Doppelschichtkondensatoren.“

Presser ist Leiter der „Junior Research Group ‚Energy Materials’“ am „INM Leibniz-Institute for New Materials“ in Saarbrücken. Mit seiner Forschungsgruppe will er nur mit umweltverträglichen und hocheffizienten Materialien arbeiten, um kostengünstig Energie zu speichern. Denn nur so sieht er sich in der Lage, einen echten Beitrag zur Energiewende zu leisten.

Caroline Brinkmann

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