Deutsche sind bei Elektromobilität skeptischer als die meisten Europäer

29.04.2019

Europaweit Spitze ist Deutschland nur bei der Zahl der Verkehrswende-Skeptiker: Ein Drittel der Deutschen glaubt, dass niemals mehr Elektroautos als Verbrenner durch unsere Straßen fahren werden.

Auch auf die Frage, wann es mehr Elektroautos als Verbrenner auf den Straßen geben wird, konnten sich das in Deutschland nur 7 % der Befragten innerhalb der nächsten fünf Jahre vorstellen und 13 % innerhalb der nächsten zehn Jahre. Das ist das Ergebnis einer aktuellen, repräsentativen Umfrage von E.on und Kantar Emnid.

Erstaunlich sind die Ergebnisse vor allem deshalb, weil sowohl bei der Ladeinfrastruktur als auch bei Vielfalt, Reichweite und Preis der angebotenen Fahrzeuge in den letzten Jahren große Fortschritte erreicht wurden und werden. Das Modellangebot wird sich nach Angaben der Nationalen Plattform Elektromobilität bis 2020 verdreifachen. Und auch der Ausbau der Ladeinfrastruktur zeigt deutliche Fortschritte: Ende 2018 gab es nach Angaben des Bundesverbands der deutschen Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) in Deutschland über 16 000 Ladepunkte.

Vor allem im Süden Europas sehen die Menschen den Durchbruch der Elektromobilität deutlich positiver: So sind 43 % der Befragten in der Türkei überzeugt davon, dass in den nächsten zehn Jahre mehr Elektroautos als Verbrenner unterwegs sein werden. In Italien glauben das immerhin noch 37 %. Am negativsten wird die zeitliche Entwicklung der Verkehrswende in Osteuropa gesehen. In Tschechien glauben nur 15 % der Befragten an den Durchbruch der Elektromobilität in den nächsten zehn Jahren, in Ungarn sind es sogar nur 14 %.

Die Umfrage-Ergebnisse sind Teil der Studie »Wohnen in Europa«. E.on und Kantar Emnid befragten dazu rd. 10 000 Menschen in Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Rumänien, Schweden, Tschechien, in der Türkei und in Ungarn.

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