Aramidfaser verstärktes Nahwärmerohr

Die FibreFLEX -Rohre sind in den Double-Abmessungen von 25 mm bis 75 mm und in den Single-Abmessungen von 25 mm bis 160 mm lieferbar. (Grafik: Enerpipe)
Die FibreFLEX -Rohre sind in den Double-Abmessungen von 25 mm bis 75 mm und in den Single-Abmessungen von 25 mm bis 160 mm lieferbar. (Grafik: Enerpipe)
20.04.2017

Mit dem neuen FibreFLEX Kunststoffrohr aus der CaldoPEX-Familie von Enerpipe ist eine Druckbelastung von 10 bar bei 95 °C möglich, die vor allem in Wärmenetzen mit größeren Höhenunterschieden gefordert ist. Die erhöhte Druckbeständigkeit wurde durch die Verstärkung der Rohrwand mit einer hochwertigen Aramidfaser erreicht. Darüber hinaus soll das Rohr eine verbesserte Langlebigkeit und geringere Wärmeverlusten als vergleichbare Produkte aufweisen.

Dank des neuen Werkstoffes konnte Enerpipe die Wandstärke des FibreFLEX Kunststoffrohres reduzieren. Bei gleichbleibendem Außenmantel und Innendurchmesser des Medienrohres kann, bedingt durch die geringere Wandstärke, nun mehr gedämmt werden. Die Wärmeverluste können im Vergleich zum Standard PN6 Rohr so um bis zu 17 % reduziert werden.

Mit den neuen Rohren lassen sich Nahwärmesysteme mit bis zu 80 Metern Höhenunterschied realisieren. Dies war bis jetzt nur mit Stahlrohren oder einer aufwendigen Höhenübergabestation zu bewältigen. Auch größere Wärmenetze mit langen Distanzen, bei denen höhere Drücke entstehen, lassen sich in vielen Fällen noch wirtschaftlich mit FibreFLEX-Kunststoffrohren umsetzen. Solche Netze waren bis jetzt oftmals nur in Stahl möglich. Kosteneinsparungen ergeben sich sowohl in der Investition als auch bei der Verlegung. Aber auch die Kombination von FibreFLEX mit Stahlleitungen ist sinnvoll, wenn in Stahlnetzen die Hausanschlüsse mit flexiblen Rohren realisiert werden sollen. Bis dato war hierfür, bedingt durch die Druckanforderung, eine Kunststoffleitung oftmals nicht möglich.

Die FibreFLEX-Rohre sollen sich auch durch eine verbesserte Langlebigkeit auszeichnen. Unter den Betriebsbedingungen eines typischen Nahwärmenetzes ergibt sich, berechnet nach ISO 13760, eine Betriebsdauer von weit über 60 Jahren, da bei 80 °C Dauertemperatur und 10,1 bar Druck eine Lebensdauer von mindestens 50 Jahren erreicht wird.

Die Aramidfaser verstärkten Wärmeleitungen werden mit einem Presssystem verlegt. Abzweige und Kupplungen lassen sich somit ohne Kleben, Schweißen, Schrumpfen oder Schrauben realisieren. Auch die Verlegung im Spülbohrverfahren ist möglich.

Jens-Peter Meyer / Enerpipe

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