Hamburg und Daimler kooperieren bei Elektromobilität

Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz (r.) und Klaus Entenmann, Vorstandsvorsitzender der Daimler Financial Services AG zwischen einem Elektro-smart und einer elektrischen B-Klasse. (Foto: Senatskanzlei Hamburg)
Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz (r.) und Klaus Entenmann, Vorstandsvorsitzender der Daimler Financial Services AG zwischen einem Elektro-smart und einer elektrischen B-Klasse. (Foto: Senatskanzlei Hamburg)
20.06.2017

Konkurrenz belebt das Geschäft: Neun Tage nach dem Memorandum of Understanding zum Ausbau der Elektromobilität zwischen der BMW AG und der Freien und Hansestadt Hamburg (s. SW&W 05/2017, S. 97), folgte noch im Mai die Daimler AG mit einer vergleichbaren Vereinbarung. Beide Partner wollen den flächendeckenden Ausbau der Elektromobilität sowie digitale Mobilitätsangebote vorantreiben. Dabei geht es um die Elektrifizierung des urbanen Transport-, Bus- und Individualverkehrs. Daimler wird u.a. bis Ende 2019 schrittweise die aktuell 400 smart-Fahrzeuge in der Carsharing-Flotte von car2go elektrifizieren, die seit 2011 in der Hansestadt betrieben wird. Zudem wird die Integration der Carsharing-Angebote in die städtische Mobilitätsplattform switchh ausgebaut, um den Hamburgerinnen und Hamburgern künftig die Nutzung von HVV, Car- und Bikesharing aus einer Hand anbieten zu können.

Weiterhin ist beabsichtigt die bestehende Partnerschaft innerhalb der moovel-App zu intensivieren, in der Angebote von ÖPNV, Carsharing, Taxis, Mietfahrräder und Deutscher Bahn gesucht, gebucht und die meisten auch bezahlt werden können. So soll ein ganzheitlicher, umfassender und emissionsarmer Mobilitätsservice in Hamburg realisiert werden.

Hamburg wird bis 2019 insgesamt 1.000 öffentlich zugängliche Ladepunkte für Elektrofahrzeuge und 150 Ladepunkte an switchh Punkten exklusiv für Carsharing-Fahrzeuge zur Verfügung stellen und in nennenswertem Umfang Parkplätze für Carsharing- und Elektrofahrzeuge anbieten.

Reinhard Siekemeier