Marktübersicht Luftwärmepumpen

Im Markt der Wärmeerzeuger haben Luftwärmepumpen in den vergangenen Jahren eine immer wichtigere Stellung erobert. Von allen Wärmeerzeugern, die erneuerbare Energien nutzen, sind Luftwärmepumpen mittlerweile die meistverkauften. Sole-Wasser- und Wasser-Wasser-Wärmepumpen sind zwar effizienter, Luftwärmepumpen aber billiger. Die Effizienz einer Wärmepumpe wird durch die Leistungszahl (COP, Englisch für Coefficient Of Performance) beschrieben. Der COP ist das Verhältnis der Wärmeleistung, die in den Heizkreis abgegeben wird, zur zugeführten elektrischen Verdichterleistung. Die Luftwärmepumpen dieser Übersicht erzielen unter den Bedingungen A2/W35 (d.h. Quelllufttemperatur 2 °C und Vorlauftemperatur 35 °C) Werte zwischen 3,2 und 4,4.

Wer sich eine Luftwärmepumpe zulegen möchte, hat die Qual der Wahl. Nehme ich eine Monoblock-Luftwärmepumpe, die alle Komponenten in einem Aufbau vereint oder ein Split-Luftwärmepumpe, die in Außen- und Inneneinheit geteilt ist? Split-Luftwärmepumpen gelten als besonders billig, weil die Hersteller hier auf viele massenhaft gefertigte Bauteile von Split-Klimaanlagen zurückgreifen können.

Bei Monoblock-Luftwärmepumpen kann der Kunde zwischen Geräten wählen, die innen oder außen aufgestellt werden. Innengeräte bieten den Vorteil, dass die Lärmemissionen im Garten besonders gering sind. Dafür muss man im Inneren auf den Schallpegel achten. Diese Marktübersicht Luftwärmepumpen ermöglicht den Vergleich von Schalldruck- und Schallleistungspegeln der verschiedenen Geräte.

Moderne Luftwärmepumpen können sowohl das Brauchwasser erwärmen als auch die Heizung mit Wärme versorgen, denn die maximale Vorlauftemperatur der Geräte liegt meist zwischen 55 und 65 °C. Für die 70 °C, die für eine Legionellendesinfektion nötig sind, reicht das nicht. Eine solche ist aber in der Regel nicht erforderlich. Wenn die Heizanlage aber dennoch ein Legionellenschutzprogramm erfordert, dann bieten sich Luftwärmepumpen mit einen integrierten Elektroheizstab an. Die Regelung der meisten Geräte ist dann in der Lage ein Legionellenschutzprogramm durchzuführen.

Viele Luftwärmepumpen sind so ausgelegt, dass sie nur bis zu einer Außentemperatur von -2 oder -5 °C die Heizlast komplett abdecken. Sinkt die Außentemperatur unter den so genannten Bivalenzpunkt, muss ein zweiter Wärmeerzeuger zuheizen. Das kann ein integrierter Elektroheizstab oder ein beliebiger Kessel sein. Viele Hersteller bieten Regelungen an, die in der Lage sind, die zu jedem Zeitpunkt billigste Wärmeerzeugung zu berechnen und dementsprechend die Luftwärmepumpe oder einen anderen Wärmeerzeuger anzusteuern. Solche Regelungen können auch den selbst erzeugten Überschussstrom einer Photovoltaikanlage optimal zur Wärmeerzeugung einbinden.

Im inversen Betrieb können viele Luftwärmepumpen auch Kälte erzeugen und damit im Sommer das Gebäude kühlen. Welche Luftwärmepumpen das können, zeigt diese Übersicht auf. Alle Luftwärmepumpen schneiden beim ErP-Effizienzlabel mit A+ oder A++ sehr gut ab. Das Label erlaubt also kaum eine Unterscheidung innerhalb der Produktgruppe Wärmepumpe. Es garantiert auch nicht, dass der Kunde eine effiziente Heizanlage bekommt. Denn nur wenn die Bedingungen des Gebäudes stimmen, die Auslegung und der Bivalenzpunkt gut gewählt sind, kann eine Luftwärmepumpe effizient sein. Wenn nicht, wird sie schnell zur kostspieligen Stromheizung, die unter Umweltschutzgesichtspunkten auch nicht viel taugt.

Zu dieser Marktübersicht ist in Sonne Wind & Wärme Ausgabe 10/2015 ein Übersichtsartikel zu aktuellen Trends und Produktneuheiten erschienen. Abonnenten können den Artikel kostenlos in unserem Online-Artikelarchiv herunterladen. Sie sind kein Abonnent? Kein Problem, bestellen Sie das Heft einfach hier direkt zu sich nach Hause!

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