Scheitholzkessel mit Notstromversorgung

Der große Füllraum der Scheitholzkessel von Brunner mit einem Volumen bis zu 225 Liter ermöglicht lange Nachlegeintervalle. (Foto: Brunner)
Der große Füllraum der Scheitholzkessel von Brunner mit einem Volumen bis zu 225 Liter ermöglicht lange Nachlegeintervalle. (Foto: Brunner)
26.10.2016

Wer auf Nummer sicher gehen will, um auch bei einem Stromausfall nicht frieren zu müssen, kann bei Brunner einen Scheitholzkessel mit der Notstromversorgung NV 500/1000 erhalten. Bei Netzausfall übernimmt eine Autobatterie (100 Ah) die Stromversorgung für Saugzuggebläse, Steuerung und Ladepumpe zum Pufferspeicher für den gesamten Abbrand. Eine spezielle Regeleinheit wandelt die 12-V-Batteriespannung unterbrechungsfrei in 230-V-Wechsel-spannung um. Somit ist der störungsfreie Betrieb der Holzheizung sichergestellt. Die Zündung erfolgt bei Brunner serienmäßig automatisch mit einem 300-W-Hochleistungszündelement. Der Eigenstrombedarf der Scheitholzvergaser ist laut Hersteller minimal, die Standby-Verluste gering.

Die zentrale Steuerung ist so konzipiert, dass neue, zusätzliche Wärmeerzeuger jederzeit modular und mit geringem Montageaufwand hinzugefügt werden können. Auch Solarstrom kann eingebunden werden, um überschüssige Sonnenenergie in ein nutzbares Temperaturniveau zu wandeln.

Strenge Grenzwerte eingehalten

Alle Festbrennstoff-Feuerungsanlagen, die ab dem kommenden Jahr in Betrieb gehen und über eine Nennwärmeleistung von mindestens 4 kW verfügen, unterliegen der Messpflicht. Das bedeutet nicht nur eine Messung bei Inbetriebnahme, sondern wiederkehrend alle zwei Jahre. Überprüft werden der Kohlenmonoxid-Gehalt sowie der Staubanteil. Gemäß der zweiten Stufe der 1. Verordnung zum Bundesimmissionsschutzgesetz über kleine und mittlere Feuerungsanlagen beträgt die gesetzlich vorgeschriebene Obergrenze für Kohlenmonoxid (CO) 400 mg/m3; bei staubförmigen Emissionen dürfen laut BImSchV II 20 mg/m3 nicht überschritten werden.

Die Scheitholzkessel von Brunner erreichen einen Staubanteil zwischen 5 und 6 mg/m3; der Kohlenmonoxid-Gehalt wird mit Werten zwischen 25 und 63 mg/m3 ebenfalls deutlich unterschritten. Statt des herkömmlichen Sturzbrands setzt Brunner einen seitlichen Abbrand in einer zweistufigen keramischen Wirbelbrennkammer ein. Das Register des Sicherheitswärmetauschers ist auswechselbar.

Die Feuerraumtür verfügt über eine automatische Türverriegelung. Sie schützt vor ungewolltem Schwellgasaustritt und bewahrt vor Verpuffung. Erst wenn alle Gase im Füllschacht abgesaugt wurden, lässt sich die Tür entriegeln.

Jens-Peter Meyer / Brunner