Ofen aus? Strengere Grenzwerte für alte Kamin- und Kachelöfen

Foto: Spitzenverband der Gebäudetechnik VdZ

22.01.2018

Seit Januar 2018 gelten neue Grenzwerte für Abgase von Kamin-und Kachelöfen, die über 33 Jahre alt sind. Kaminofenbesitzer sind zum Austausch verpflichtet, wenn die Anlage die neuen Grenzwerte nicht erfüllt. In den kommenden Jahren laufen die Fristen für weitere Modelle ab. In dieser Situation ist es für Hausbesitzer wichtig die Vorgaben genau zu kennen.

Während moderne Kaminöfen hoch effizient sind, stoßen alte Feuerungsanlagen bis zu 85 % mehr Emissionen aus. Die Novelle der 1. Bundesimmissionsschutzverordnung (BImSCHV) von 2010 soll dem mit verschärften Höchstwerten Grenzen setzten.

Austauschpflicht für Kaminofenbesitzer

Stichtag für Kamin- und Kachelöfen mit den Baujahren vom 1. Januar 1975 bis zum 31. Dezember 1984 war der 31. Dezember 2017. Seitdem ist der Grenzwert von 0,15 Gramm Staub und 4 Gramm Kohlenmonoxid pro Kubikmeter Abgas gesetzlich vorgeschrieben. Kaminofenbesitzer müssen durch eine Bescheinigung des Herstellers nachweisen, dass ihre Anlage die strengeren Grenzwerte erfüllt. Falls das Baujahr nicht mehr ermittelbar ist, muss der Schadstoffausstoß durch den Schornsteinfeger gemessen werden. In den kommenden Jahren laufen die Fristen für weitere Modelle ab: Bis zum 31.12.2020 müssen Kamin- und Kachelöfen mit den Baujahren von 1985 bis 1994 ersetzt werden. Stichtag für Kamine, die zwischen 1995 und Ende März 2010 gefertigt wurden, ist der 31.12.2024.

Vorteile beim Neukauf

Plattform „Intelligent heizen" ist ein Angebot des Spitzenverbandes der Gebäudetechnik VdZ. Seit 2007 informiert das Serviceportal technologieoffen und energieträgerneutral über Maßnahmen für eine wirtschaftliche Heizungsmodernisierung.

Moderne Kaminöfen arbeiten in jedem Fall emissionsarm und erfüllen die strengen Grenzwerte, die ab 2025 gelten. „Neben geringen Emissionen punkten moderne Anlagen auch mit anderen Aspekten. Sie heizen effizient und bieten außerdem in der Handhabung großen Komfort", betont Michael Herma, Geschäftsführer des Spitzenverbandes der Gebäudetechnik VdZ. Einen Überblick über die Spannbreite an technischen Ausführungen bietet die Broschüre „Einzelraumfeuerstätten", die unter www.intelligent-heizen.info erhältlich ist. Auf dem Portal finden Verbraucher auch weitere Informationen zu den Förderprogrammen für Holz als erneuerbare Energiequelle sowie hilfreiche Tipps zum Heizen mit Holz.

KOMPAKTMEDIEN / Philipp Kronsbein

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