Kosten senken bei Wasserstoffproduktion

Das Vorläuferprodukt eines Katalysators entsteht über die Wechselwirkung elekt
Das Vorläuferprodukt eines Katalysators entsteht über die Wechselwirkung elekt

Ein neues EU-Forschungsprojekt nimmt die Herstellung von Wasserstoff aus nasser Biomasse unter die Lupe. Wie können Nano-Katalysatoren hier zu einem verbesserten Prozess beitragen. Anfang Februar fand die Kick-off-Veranstaltung des europäischen Forschungsprojekts mit dem Namen SusFuelCat statt. Hinter dem Namen versteckt sich Abkürzung der englischen Bezeichnung. Geforscht wird an einer nachhaltigen Wasserstoff-Erzeugung durch katalytisches Reformieren in wässriger Lösung (Aqueous Phase Reforming – APR). Dieses Verfahren ist vielversprechend, da es als besonders Energie effizient gilt. Die Katalysatoren sind dabei die Schlüsselkomponenten. Ihre Optimierung im APR-Prozess soll die Kosten bei der Wasserstoff-Erzeugung weiter verringern, ihre Lebensdauer verlängern und die Wasserstoffproduktivität erhöhen. Das bisherige Katalysatoren teure Edelmetalle wie etwa Platin und Palladium, welche auf keramischen Trägern fein verteilt sind, enthalten, sollen Wege gefunden werden, den Anteil der teuren Edelmetalle zu senken oder sie durch unedle Metalle zu ersetzen, ohne die Vorteile des APR-Prozesses einbüßen zu müssen. Den Vorteil des APR-Prozess in SusFuelCat gegenüber klassischen Verfahren sehen die Wissenschaftler darin, dass die Umwandlung von wässrigen oder wasserlöslichen biogenen Ausgangsstoffen in kaum verunreinigten Wasserstoff bei vergleichbar niedrigen Prozesstemperaturen und mäßigem Druck erfolgt. Weiterhin entfällt das energieintensive Trocknen der Biomasse. Beides trägt zu einer guten Energieeffizienz bei. In SusFuelCat hat sich ein Konsortium aus sechs Forschungsinstitutionen, einer international agierenden Firma, zwei kleinen beziehungsweise mittleren Unternehmen und der Bayerischen Forschungsallianz zusammengeschlossen. Die Projektpartner stammen aus Deutschland, Finnland, Großbritannien, Italien, den Niederlanden, Russland und Spanien. Die Europäische Union fördert dieses Projekt mit 3,5 Mio. € über die kommenden vier Jahre.

Katharina Ertmer

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