Internationales Interesse an Biogas steigt

Biogasanlage in Sachsen (Foto: dpa).
Biogasanlage in Sachsen (Foto: dpa).
22.04.2014

Auf einem Workshop in Brüssel wurden im März drei internationale Biomethan-Projekte abgeschlossen: „Biomaster“, „GreenGasGrids“ und „Urban Biogas“. Alle drei wurden mit über das Programm Intelligent Energy Europe finanziert und befassten sich drei Jahre lang mit der Aufbereitung und Einspeisung von Biogas ins Gasnetz und der Nutzung von Biomethan als Kraftstoff im Verkehr. Das Fazit des Workshops lautete, dass Biomethan 3 % des europäischen Gasverbrauchs bis 2030 ersetzen kann. Dafür würden aber ein mehr marktorientierter Ansatz und mehr Projekte gebraucht.

Sandra Rostek von der Deutschen Energieagentur (dena) gab einen Überblick über den derzeitigen Status in Europa: Von rund 250 Biomethan-Anlagen speisen etwa 200 Anlagen ins Erdgasnetz ein. Wegbereiter sind Deutschland mit 140, gefolgt von den Niederlanden mit 23 und der Schweiz mit 13 Anlagen. Viel Erfahrung besteht auch in Schweden, wo es zehn Anlagen gibt. Großbritannien mit fünf und Frankreich mit vier Biomethananlagen hätten gerade erst eine viel versprechende Entwicklung gestartet.

Einen wichtigen Schritt zum Aufbau eines grenzüberschreitenden Biomethan-Handels gingen Ende 2013 die Vertreter von sechs nationalen Biomethan-Registern. Sie unterzeichneten eine Absichtserklärung zur Zusammenarbeit und gegenseitigen Kompatibilität. Österreich, Dänemark, Frankreich, Deutschland, die Schweiz und Großbritannien beteiligen sich mit den folgenden Projekten:

Das österreichische Biomethan Register Austria, das dänische Energinet.dk, das französische Gaz Réseau Distribution France, das deutsche Biogasregister, der Verband der Schweizerischen Gasindustrie (VSG) und das Green Gas Certification Scheme aus Großbritannien.

Christian Dany

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