Wärme- und Mieterstrom für Berliner Lokdepot

Im Berliner Haus der Parität sind eine Jugendhilfe, betreutes Wohnen für Menschen mit Behinderungen, zwei psychiatrische Versorger, ein Kindergarten sowie ein Repair Café und eine Wohngruppe für Menschen ab 60 Jahren untergebracht. (Foto: Naturstrom AG)
Im Berliner Haus der Parität sind eine Jugendhilfe, betreutes Wohnen für Menschen mit Behinderungen, zwei psychiatrische Versorger, ein Kindergarten sowie ein Repair Café und eine Wohngruppe für Menschen ab 60 Jahren untergebracht. (Foto: Naturstrom AG)
10.02.2017

Die Naturstrom AG realisiert derzeit ihr neuestes Projekt zur Mieterstrom- und Wärmeversorgung. Der Öko-Energieversorger produziert und liefert nachhaltige Energie für das Haus der Parität. Das Gebäude ist Teil des Lokdepots, eines neu entstandenen Quartiers in Berlin Schöneberg. Für die Wärme- und Stromversorgung installiert Naturstom vor Ort ein Blockheizkraftwerk (BHKW) und eine Gas-Brennwerttherme – beide betrieben mit Naturstrom Biogas. Während aktuell noch letzte Arbeiten am Gebäude laufen, werden bereits die ersten Mieter mit nachhaltiger Wärme beliefert.

Das Haus der Parität wurde von der gemeinnützigen Stiftung trias auf einem knapp 4.000 m2 großen Grundstück errichtet. Die Ausschreibung der Stiftung trias für das Wärmecontracting entschied Naturstrom im Frühjahr 2016 für sich. „Das BHKW wird nach dem Warmwasserbedarf ausgelegt, die Gas-Brennwerttherme wird zur Beheizung der Räume an kalten Tagen hinzugeschaltet“, erläutert Salomé Klinger, Projektleiterin im Geschäftsbereich Dezentrale Energieversorgung bei Naturstrom. Die Gastherme verfügt über eine Leistung von 100 kWth, das BHKW hat eine Leistung von 16 kWth und 35,3 kWel. Wenn das Haus der Parität ab Februar vollständig bezogen ist, rechnet der Energieversorger mit einem jährlichen Wärmebedarf von 172.000 kWh und einem Stromverbrauch von 25.000 kWh.

„Den Strom, den das BHKW neben der Wärme produziert, bieten wir den Bewohnern und sozialen Einrichtungen im Haus im Rahmen eines Mieterstromtarifs an“, erklärt Thilo Jungkunz, Geschäftsbereichsleiter Dezentrale Energieversorgung bei Naturstrom. „Der Vorteil: Weil der Strom direkt im Haus produziert und verbraucht wird, fallen nicht wie sonst üblich Kosten für die Nutzung des öffentlichen Stromnetzes an. Dadurch können wir einen günstigen Tarif bieten.“ Wenn die Stromerzeugung des BHKW einmal nicht ausreicht, liefert das Unternehmen Ökostrom aus dem Netz. Die Hausbewohner können somit ökologisch und günstig Strom und Wärme beziehen – eine nachhaltige Lösung für ein ambitioniertes Wohnprojekt.

In dem Gebäude sind mehrere Organisationen mit einem Gemeinschaftsauftrag sowie private Sozialinitiativen untergebracht. Dazu gehören betreutes Wohnen für Menschen mit Behinderungen, zwei psychiatrische Versorger, eine Jugendhilfe, ein Kindergarten sowie ein Repair Café und eine Wohngruppe für Menschen ab 60 Jahren. Außerdem vermieten die verschiedenen Träger im Haus insgesamt 36 Apartments an Menschen mit psychischer und geistiger Beeinträchtigung. Vier Gemeinschaftsräume sollen dabei für ein familiäres Miteinander der Bewohner sorgen.

Naturstrom treibt in Berlin mehrere Projekte voran, die eine dezentrale Energieversorgung aus vor Ort installierten Anlagen zum Ziel haben. So realisiert das Unternehmen aktuell die ökologische Strom- und Wärmeversorgung des Kreuzberger Möckernkiezes mit 470 Wohneinheiten. Im Ortsteil Oberschöneweide hatte Naturstrom im Frühling ein Photovoltaik-Mieterstromprojekt für rund 100 Wohneinheiten umgesetzt.

Jens-Peter Meyer / Naturstrom AG

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