Deutsche unterschätzen CO2-Einsparpotenzial bei Wärmeenergie

10.03.2017

Laut einer aktuellen repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag der Ökostrom- und Ökogasanbieters NaturEnergiePlus ist der Begriff Wärmeenergiewende, also zum Beispiel die Sanierung von Heizungsanlagen oder der Umstieg von fossilen Energieträgern auf erneuerbare bei der Beheizung von Wohnraum, vielen Deutschen nicht bekannt oder sie ordnen das Thema falsch ein.

Laut der Forsa-Umfrage assoziieren 20 % die Wärmeenergiewende mit negativen Aspekten, wie einer Kostenbelastung, und betrachten sie zudem als schlecht umgesetzt. Ein Großteil der Deutschen (42 %) hat eine neutrale Einstellung zur Wärmeenergiewende und assoziiert sie beispielsweise mit dem generellen Umstieg auf erneuerbare Energie oder der „Häuserdämmung“. Nur 10 % sehen den Begriff Wärmeenergiewende positiv.

Außerdem geht aus der Studie hervor, dass die Mehrheit der Deutschen das CO2-Einsparpotenzial durch Maßnahmen wie die Modernisierung von Heizungsanlagen oder die Verwendung von Ökogas unterschätzt. Im Durchschnitt vermuten die Deutschen, dass das Einsparpotenzial bei 27,8 % liege. Jüngere Menschen (14-29 Jahre) sehen ein höheres Einsparpotenzial als Ältere. Eine aktuelle Studie der Initiative Zukunft Erdgas schätzt das CO2-Einsparpotenzial durch die obengenannten Maßnahmen von ca. 45 % im Betrachtungszeitraum 2016 bis 2030 ein.

44 % der Deutschen heizen nach eigenen Angaben mit Erdgas, aber nur 17 % davon beziehen Ökogas. „Die Umfrage zeigt deutlich, dass das Potenzial der Wärmeenergiewende noch nicht ausreichend bei den Deutschen angekommen ist. Die große Mehrheit der Gasbezieher nutzt weiterhin herkömmliches Erdgas. Nur ein geringer Anteil der Deutschen heizt mit klimafreundlichem Ökogas. Das ist eine enttäuschende, aber wichtige Bilanz der Heizsaison 2016/17, die uns zeigt, dass großer Nachholbedarf bei der Informationsvermittlung zur Wärmeenergiewende herrscht“, kommentiert Gunter Jenne, Geschäftsführer von NaturEnergiePlus.

Jens-Peter Meyer / NaturEnergiePlus